In der Montage zählt jeder Handgriff. Lange Wege, Suchzeiten und ungünstige Greifzonen kosten Taktzeit, erhöhen die Belastung und schleichen sich unbemerkt in den Alltag ein. Mit einer konsequenten Zeit-Weg-Analyse am Arbeitsplatz machst du diese Verluste sichtbar und stellst die Abläufe auf ein stabiles, ergonomisches Fundament.
Die Kombination aus Wegebeobachtung, optimierten Greifzonen und Kennzahlen führt zu schnellen, belastbaren Entscheidungen. Besonders überzeugend wird das in VR: Du begehst das Modell, prüfst Bewegungen und Haltungen, vergleichst Varianten und teilst ein gemeinsames Bild der Lösung, auch ohne aktuelle CAD-Daten. Halocline hilft dir, Varianten anzulegen, Laufwege sichtbar zu machen und Entscheidungen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Die Zeit-Weg-Analyse richtet den Blick auf alle Bewegungen, die keinen Wert schaffen: Gehen, Suchen, Drehen, unnötige Greifwege. Ziel ist es, Verschwendung zu erkennen, die Greifzonen zu verbessern und die Taktzeit zu stabilisieren. Dafür ordnest du die Bereitstellung konsequent nach dem ABC-Prinzip: Häufiges in die A-Zone direkt in Griffnähe, Wiederkehrendes in die gut erreichbare B-Zone, Seltenes in die C-Zone. Je klarer die Trennung, desto kürzer die Greifwege und desto geringer die Streuung.
In der Praxis zeigen sich die Effekte schnell:
Typische Anlässe für eine Zeit-Weg-Analyse sind Neuanläufe, Layoutwechsel, auffällig schwankende Takte, ergonomische Risiken oder deutliche Abweichungen zwischen Plan- und Ist-Zeiten.
Du erfasst die realen Wege durch Beobachtung oder kurze Videoaufnahmen über mehrere Zyklen und überträgst Startpunkte, Richtungswechsel und Wiederholungen in ein Spaghetti-Diagramm. Verdichtungen zeigen dir, wo sich eine andere Anordnung oder ein anderes Bereitstellkonzept lohnt. Für die Zeit genügt oft eine videogestützte Auswertung von 20 bis 30 Zyklen, um belastbare Mittelwerte zu erhalten. Verzerrungen vermeidest du, indem normal gearbeitet wird, die Kamera unauffällig steht und Ausreißer nur mit Begründung ausgeschlossen werden. Spielst du den Ablauf in VR durch und zeichnest ihn auf, erstellt Halocline das Spaghetti-Diagramm direkt im Modell, sodass du die Wirkung von Varianten unmittelbar vergleichst.
Das Zonenlayout mit A-, B- und C-Zone schafft klare Reichweiten und verkürzt die Greifwege. Richtwerte aus MTM (Methods-Time Measurement) und REFA helfen, Bausteine wie Greifen, Suchen, Gehen oder Positionieren plausibel einzuordnen, ohne dass du dich in Formeln verlierst. So vergleichst du Varianten sachlich und erkennst Abweichungen früh.
Wichtige Kennzahlen sind:
Halocline ist die Planungsplattform für Produktionslayouts und Arbeitsplätze. Du startest mit einem schnell begehbaren Modell: Entweder importierst du vorhandene 3D-Daten, oder du baust den Arbeitsplatz ohne Schulung mit Standardobjekten aus der Bibliothek auf. Danach platzierst du Tische, Regale, Behälter und Werkzeuge maßstabsgetreu, legst die Greifhöhen fest und erstellst Varianten.
Spielst du den Ablauf in VR durch und zeichnest ihn auf, zeigt das Spaghetti-Diagramm die Laufwege, und die Aufnahme liefert Wege und Zeiten. So vergleichst du Weglänge und Wegzeitanteil je Variante und leitest die Wirkung auf die Taktzeit ab. Die Daten exportierst du als tabellarischen Report, und mit dem MTMmotion-Export überführst du die Aufnahme direkt in eine MTM-Analyse. Greifraumavatare zeigen für die eingestellte Körpergröße den optimalen und maximalen Greifraum nach DIN 33402-2 und DIN EN ISO 14738, und die Ergonomieanalyse nach der Leitmerkmalmethode markiert problematische Objektbewegungen.
Die Zusammenarbeit bringt Tempo und Klarheit. Eine Person geht in VR durch die Varianten, das Team verfolgt die Begehung im Zuschauermodus am Bildschirm, bespricht Greifwege, Sichtlinien und Haltungen und hält Entscheidungen mit Labels direkt am Objekt fest. Vorher-nachher-Bilder, kurze Anmerkungen und festgelegte Kriterien sichern die Nachvollziehbarkeit. Schnelle Verbesserungen zeigen sich oft bei:
So überträgst du Prinzipien wie ABC-Anordnung und Standardgriffe vom einzelnen Arbeitsplatz auf die Linie und weiter ins Shopfloor-Layout.
Das Ergebnis sind kürzere Schleifen, geringere Änderungskosten und spürbar stabilere Takte. Weglänge und Wegzeitanteil gehen messbar zurück, und das Team teilt ein gemeinsames Verständnis der Lösung, weil alle die Variante im begehbaren Modell gesehen haben. Bei Siemens in Karlsruhe ist das Arbeitsplatzdesign mit Halocline viermal schneller geworden.
Du willst Wege und Zeiten an deinem Arbeitsplatz prüfen, bevor umgebaut wird? Steig kostenlos mit Halocline Free ein und baue deinen ersten Arbeitsplatz in 3D auf. Für Prozessanalyse und Ergonomie-Check sprich uns an, wir zeigen dir den passenden Umfang.
