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Zeit-Weg-Analyse am Arbeitsplatz: Wie du Montageplanung & Prozessoptimierung mit VR beschleunigst

Geschrieben von
Falco Götz
|
09.04.2026

Zusammenfassung

In der Montage zählt jeder Handgriff: Mit einer konsequenten Zeit-Weg-Analyse machst du Such- und Laufwege sichtbar, ordnest Materialien nach dem ABC-Prinzip und stabilisierst die Taktzeit bei besserer Ergonomie. Du lernst, Wege per Spaghetti-Diagramm und Video zu erfassen, Varianten mit MTM/REFA-gestützten Kennzahlen (Weglänge, anteilige Wegzeit, Taktwirkung) zu vergleichen und Ergorieisken pragmatisch zu bewerten. In VR begehst du den Arbeitsplatz, prüfst Haltungen, visualisierst Heatmaps und triffst schnelle, nachvollziehbare Entscheidungen im Team – auch ohne aktuelles CAD. Mit Halocline legst du Varianten in Minuten an, visualisierst Laufwege, dokumentierst Entscheidungen direkt am Modell und überträgst Quick Wins wie Regalpositionen oder Greifhöhen wirksam auf Linie und Layout.

In der Montage zählt jeder Handgriff. Lange Wege, Suchzeiten und ungünstige Greifzonen kosten Taktzeit, erhöhen die Belastung und schleichen sich unbemerkt in den Alltag ein. Mit einer konsequenten Zeit-Weg-Analyse am Arbeitsplatz machst du diese Verluste sichtbar und stellst die Abläufe auf ein stabiles, ergonomisches Fundament.

Die Kombination aus Wegebeobachtung, optimierten Greifzonen und Kennzahlen führt zu schnellen, belastbaren Entscheidungen. Besonders überzeugend wird das in VR: Du begehst das Modell, prüfst Bewegungen und Haltungen, vergleichst Varianten und teilst ein gemeinsames Bild der Lösung, auch ohne aktuelle CAD-Daten. Halocline hilft dir, Varianten anzulegen, Laufwege sichtbar zu machen und Entscheidungen nachvollziehbar zu dokumentieren.

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Worum geht es bei der Zeit-Weg-Analyse am Arbeitsplatz, und warum lohnt sie sich?

Die Zeit-Weg-Analyse richtet den Blick auf alle Bewegungen, die keinen Wert schaffen: Gehen, Suchen, Drehen, unnötige Greifwege. Ziel ist es, Verschwendung zu erkennen, die Greifzonen zu verbessern und die Taktzeit zu stabilisieren. Dafür ordnest du die Bereitstellung konsequent nach dem ABC-Prinzip: Häufiges in die A-Zone direkt in Griffnähe, Wiederkehrendes in die gut erreichbare B-Zone, Seltenes in die C-Zone. Je klarer die Trennung, desto kürzer die Greifwege und desto geringer die Streuung.

In der Praxis zeigen sich die Effekte schnell:

  • Rückt ein Regal von 3,5 auf 1,2 m an den Arbeitsplatz heran, entfallen pro Zyklus schnell mehrere Sekunden Wegzeit.
  • Ein Shadowboard, also eine Werkzeugtafel mit Konturen, beseitigt Suchbewegungen, und die Griffe sitzen.
  • Sinkt eine häufig genutzte Greifhöhe von 160 auf rund 120 bis 130 cm, nimmt die Schulterbelastung deutlich ab, und die ergonomische Bewertung verbessert sich.

Typische Anlässe für eine Zeit-Weg-Analyse sind Neuanläufe, Layoutwechsel, auffällig schwankende Takte, ergonomische Risiken oder deutliche Abweichungen zwischen Plan- und Ist-Zeiten.

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Welche Methoden und Kennzahlen bringen Transparenz in Wege, Greifzonen und Taktzeit?

Spaghetti-Diagramm und Wegzeitmessung: So erkennst du echte Laufmuster

Du erfasst die realen Wege durch Beobachtung oder kurze Videoaufnahmen über mehrere Zyklen und überträgst Startpunkte, Richtungswechsel und Wiederholungen in ein Spaghetti-Diagramm. Verdichtungen zeigen dir, wo sich eine andere Anordnung oder ein anderes Bereitstellkonzept lohnt. Für die Zeit genügt oft eine videogestützte Auswertung von 20 bis 30 Zyklen, um belastbare Mittelwerte zu erhalten. Verzerrungen vermeidest du, indem normal gearbeitet wird, die Kamera unauffällig steht und Ausreißer nur mit Begründung ausgeschlossen werden. Spielst du den Ablauf in VR durch und zeichnest ihn auf, erstellt Halocline das Spaghetti-Diagramm direkt im Modell, sodass du die Wirkung von Varianten unmittelbar vergleichst.

Zonenlayout, MTM und REFA: Vergleichbarkeit statt Bauchgefühl

Das Zonenlayout mit A-, B- und C-Zone schafft klare Reichweiten und verkürzt die Greifwege. Richtwerte aus MTM (Methods-Time Measurement) und REFA helfen, Bausteine wie Greifen, Suchen, Gehen oder Positionieren plausibel einzuordnen, ohne dass du dich in Formeln verlierst. So vergleichst du Varianten sachlich und erkennst Abweichungen früh.

Wichtige Kennzahlen sind:

  • Weglänge je Zyklus
  • Anteil der Wegzeit
  • Wirkung auf die Taktzeit
  • eine pragmatische Ergonomiebewertung, etwa mit den Stufen von RULA (Rapid Upper Limb Assessment) oder REBA (Rapid Entire Body Assessment) als Ampel
  • die Dauer bis zur Entscheidung als Steuergröße: Je schneller du von der Datenerhebung zur Entscheidung kommst, desto weniger Schleifen und Änderungskosten entstehen.

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Wie setzt du die Zeit-Weg-Analyse in VR mit Halocline um?

Halocline ist die Planungsplattform für Produktionslayouts und Arbeitsplätze. Du startest mit einem schnell begehbaren Modell: Entweder importierst du vorhandene 3D-Daten, oder du baust den Arbeitsplatz ohne Schulung mit Standardobjekten aus der Bibliothek auf. Danach platzierst du Tische, Regale, Behälter und Werkzeuge maßstabsgetreu, legst die Greifhöhen fest und erstellst Varianten.

Spielst du den Ablauf in VR durch und zeichnest ihn auf, zeigt das Spaghetti-Diagramm die Laufwege, und die Aufnahme liefert Wege und Zeiten. So vergleichst du Weglänge und Wegzeitanteil je Variante und leitest die Wirkung auf die Taktzeit ab. Die Daten exportierst du als tabellarischen Report, und mit dem MTMmotion-Export überführst du die Aufnahme direkt in eine MTM-Analyse. Greifraumavatare zeigen für die eingestellte Körpergröße den optimalen und maximalen Greifraum nach DIN 33402-2 und DIN EN ISO 14738, und die Ergonomieanalyse nach der Leitmerkmalmethode markiert problematische Objektbewegungen.

Die Zusammenarbeit bringt Tempo und Klarheit. Eine Person geht in VR durch die Varianten, das Team verfolgt die Begehung im Zuschauermodus am Bildschirm, bespricht Greifwege, Sichtlinien und Haltungen und hält Entscheidungen mit Labels direkt am Objekt fest. Vorher-nachher-Bilder, kurze Anmerkungen und festgelegte Kriterien sichern die Nachvollziehbarkeit. Schnelle Verbesserungen zeigen sich oft bei:

  • versetzten Regalen
  • klar markierter Werkzeugbereitstellung
  • passenden Behältergrößen
  • einer durchdachten Wahl zwischen Sitzen und Stehen
  • einer symmetrischen Anordnung für beidhändiges Arbeiten

So überträgst du Prinzipien wie ABC-Anordnung und Standardgriffe vom einzelnen Arbeitsplatz auf die Linie und weiter ins Shopfloor-Layout.

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In vier Schritten zur Entscheidung

  1. Ist-Ablauf beobachten oder filmen: die relevanten Wege, Greifhäufigkeiten und Greifhöhen festhalten.
  2. Hypothesen formulieren und Zielgrößen festlegen: zum Beispiel kürzere Greifwege oder weniger Wegzeit je Zyklus.
  3. Varianten im Modell anlegen: Abläufe aufzeichnen, Laufwege sichtbar machen, Ergonomie prüfen und Kennzahlen vergleichen.
  4. Entscheidung dokumentieren: Umsetzung planen, Wirkung auf dem Shopfloor prüfen und die Erfahrungen in den Standard übernehmen.

Das Ergebnis sind kürzere Schleifen, geringere Änderungskosten und spürbar stabilere Takte. Weglänge und Wegzeitanteil gehen messbar zurück, und das Team teilt ein gemeinsames Verständnis der Lösung, weil alle die Variante im begehbaren Modell gesehen haben. Bei Siemens in Karlsruhe ist das Arbeitsplatzdesign mit Halocline viermal schneller geworden.

Du willst Wege und Zeiten an deinem Arbeitsplatz prüfen, bevor umgebaut wird? Steig kostenlos mit Halocline Free ein und baue deinen ersten Arbeitsplatz in 3D auf. Für Prozessanalyse und Ergonomie-Check sprich uns an, wir zeigen dir den passenden Umfang.

Falco Götz

Falco Götz nutzt seine breite Erfahrung im Vertrieb, um als Sales Engineer bei Halocline darzustellen, welchen praktischen Nutzen VR-basierte Fabrikplanung für Effizienz, Ergonomie und Transparenz in Produktionsprozessen bietet.

Ein Mann mit VR Brille vor einem Monitor, auf dem dieLayoutplanungssoftware Halocline zu sehen ist.

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