Du planst Arbeitsplätze, Takte und Ergonomie und weißt, wie teuer Fehleinschätzungen vor Ort werden. Digitale Arbeitsplatzgestaltung in VR schafft früh Klarheit: Du begehst Layouts im Maßstab 1:1, prüfst Reichweiten, Sichtfelder und Höhen realistisch und entscheidest auf Grundlage belastbarer Daten statt nach Gefühl.
Ein virtueller Ergonomie-Check verbindet 3D-Arbeitsplatzplanung mit messbaren Fakten. Greifraumavatare zeigen, ob Teile im optimalen oder nur im maximalen Greifraum liegen, das Spaghetti-Diagramm macht die tatsächlichen Wege sichtbar, und aus der Ich-Perspektive siehst du, was ohne Kopf- oder Körperdrehung im Blick liegt. In Halocline, der Planungsplattform für Produktionslayouts und Arbeitsplätze, zeichnest du Bewegungen auf, wertest Wege und Zeiten aus, erkennst problematische Bewegungen und vergleichst Varianten objektiv.
In VR erlebst du Abstände, Höhen und Sichtachsen im Maßstab 1:1. Das schafft ein Gefühl für die Körpermaße, das in 2D-Plänen fehlt. Greifst du virtuell nach einem Behälter, spürst du an deiner eigenen Haltung, ob die Bewegung bequem ist oder ein Überstrecken erfordert. Greifraumavatare zeigen den optimalen und den maximalen Greifraum, das Spaghetti-Diagramm verdichtet sich dort, wo Laufwege stören, und du siehst sofort, wenn eine Anzeige außerhalb des direkten Blickfelds liegt. So wird Ergonomie in der Produktion sichtbar und mit der Aufnahme messbar.
Mit Halocline entwirfst du Arbeitsplätze direkt in VR oder am Desktop, ohne Schulung und ohne CAD-Daten, mit einer Bibliothek aus Standardkomponenten. Du passt die Maße millimetergenau an, platzierst das Material nach dem tatsächlichen Griffbedarf und spielst Bewegungen wie Greifen, Bücken, Drehen oder Überkopfarbeit in VR durch. Die Ergonomieanalyse nach der Leitmerkmalmethode markiert dabei problematische Objektbewegungen gelb oder rot. Varianten legst du als Kopie an und vergleichst sie anhand der Kennzahlen. Das verringert Änderungsschleifen, stabilisiert die Takte und senkt Kosten.
Ein anschauliches Bild: Du stehst virtuell am Montageplatz. Die Greifraumavatare zeigen, welche Behälter außerhalb des optimalen Greifraums liegen, kritische Höhen fallen sofort auf, und das Spaghetti-Diagramm verdichtet sich vor einer Engstelle. Zwei Griffe wandern in den optimalen Greifraum, ein Wagen rückt 20 cm näher, und das Display wird um 10 Grad geneigt. Eine neue Aufnahme zeigt die Entlastung.
Du startest pragmatisch mit Headset und Desktop-Rechner, lädst bei Bedarf einfache Geometrien oder nutzt die Bibliothek und baust die Zelle im richtigen Maßstab auf. Unterschiedliche Körpergrößen prüfst du mit Greifraumavataren, deren Werte Halocline für Geschlecht und Körpergröße nach DIN 33402-2 und DIN EN ISO 14738 errechnet. Material, Werkzeuge und Anzeigen platzierst du dort, wo sie im Takt wirklich gebraucht werden. Während du den Ablauf in VR durchspielst, zeichnest du die Bewegungen auf, misst Greifhöhen und Reichweiten mit dem Messwerkzeug und prüfst die Wirkung jeder Änderung in einer neuen Aufnahme.
Typische Problemfelder werden so früh sichtbar:
So gibt es weniger ungünstige Haltungen, die Taktreserve wächst, und die Nacharbeit sinkt.
Diese Kennzahlen sind die Grundlage, um Varianten der 3D-Arbeitsplatzplanung faktenbasiert zu beurteilen.
Ausgangslage: viele Kleinteile, häufiges Umgreifen, mehrere Meter Laufweg pro Takt.
Maßnahme: Die Kleinladungsträger (KLT) rücken in den optimalen Greifraum, das Greifbord wird schwenkbar, und das Display wird geneigt.
Ergebnis: Die Griffhäufigkeit sinkt um rund 30 Prozent, die Wegezeit um etwa 20 Prozent. Ungünstige Haltungen gehen sichtbar zurück, die Taktreserve steigt, und die Störungen über die Schicht nehmen ab.
In Halocline legst du Varianten als Kopie an und wechselst zwischen ihnen, um sie gegenüberzustellen. Verschiebst du einen Wagen um wenige Zentimeter oder änderst die Neigung eines Displays, zeigt eine neue Aufnahme die Wirkung auf Wege, Greifraum und Kennzahlen. So begründest du die bevorzugte Variante transparent und verkürzt Diskussionen über Meinungen.
Für die Zusammenarbeit geht eine Person in VR durch das begehbare Modell, die anderen verfolgen die Begehung im Zuschauermodus am Bildschirm. Industrial Engineering und Lean achten auf Wegezeiten, Griffhäufigkeiten und Taktabdeckung, Arbeitssicherheit und Ergonomie prüfen Haltungen und Sichtfelder, die Montageleitung bewertet die Wirkung vorher und nachher, und der Betriebsrat schätzt die nachvollziehbare Darstellung der Belastungen. Anmerkungen hältst du mit Labels direkt am Objekt fest, sodass alle auf demselben Informationsstand sind. So entsteht ein gemeinsames Verständnis, Entscheidungen fallen schneller, und Umbauten werden gezielter. Bei Siemens in Karlsruhe ist das Arbeitsplatzdesign mit Halocline viermal schneller geworden.
Du willst deinen Arbeitsplatz ergonomisch prüfen, bevor umgebaut wird? Steig kostenlos mit Halocline Free ein und baue deinen ersten Arbeitsplatz in 3D auf. Für Prozessanalyse und Ergonomie-Check sprich uns an, wir zeigen dir den passenden Umfang.
