Auf den Zentimeter genau: Wie Winkhaus seine Hallenplanung neu aufgestellt hat
Am Hauptsitz in Telgte ist das Grundstück nicht erweiterbar – eine Herausforderung bei jedem neuen Planungsprojekt. Meist muss eine bestehende Anlage weichen, damit eine Neue Platz findet. Der Platz selbst ist voll optimiert, neue Maschinen müssen auf wenige Zentimeter genau eingepasst werden.
Erschwerend kam der alte Planungsprozess hinzu: Hallenbereiche in separaten Ordnern, jeder Planungsstand als eigene Datei, Zeichnungsdaten von Lieferanten mussten aufwendig bereinigt werden, bevor sie nutzbar waren. Alles dezentral, wenig übersichtlich und für jede enge Stelle musste jemand vor Ort nachmessen.

Die Unternehmen der Winkhaus Gruppe entwickeln und produzieren an mehreren Standorten hochwertige Systemlösungen für Fenster und Türen sowie moderne Zutrittsorganisation. Henrik Holle ist in der Fertigungsplanung am Hauptwerk in Telgte tätig und treibt dort die Hallenlayoutplanung voran.
Was sich grundsätzlich verändert hat
Heute findet die gesamte Hallenplanung in Halocline statt – zentral, dreidimensional und für alle Beteiligten zugänglich.
Der entscheidende Unterschied: Planungsstände lassen sich nicht mehr nur zeigen, sondern erleben. Kolleg:innen können am Desktop und in VR durch die geplante Halle gehen, Feedback direkt in den Planungsprozess einbringen – und alle sprechen über dasselbe Bild. Das verändert nicht nur den Planungsprozess, sondern auch die Kommunikation: Halocline ist heute Planungs- und Abstimmungsplattform in einem.
„Alle Kollegen sind durchweg begeistert von der Software und den neuen Möglichkeiten. Alles ist besser vorstellbar und übersichtlicher – durch VR wirklich (be)greifbar."
– Henrik Holle, Fertigungsplanung Winkhaus
So arbeiten wir heute
Auf den Zentimeter genau – auch in drei Dimensionen
Wo früher auf Basis von 2D-Plänen und regelmäßigen Vor-Ort-Messungen geplant wurde, arbeitet Winkhaus heute auf Zentimeterbasis in 3D, durch einfache Scans mit dem Handy. Wenn es auf Millimeter ankommt, wird mit Laser nachgemessen.
Besonders wertvoll: Durch die dreidimensionale Planung können jetzt auch Medienkanäle direkt mit geplant werden. Das interessiert nicht nur das eigene Team, sondern auch externe Partner – da der aufwendige Messprozess vor Ort entfällt.

Wie die Daten systemübergreifendgenutzt werden
Winkhaus nutzt konsequent, was da ist: Bestehende 2D-Layouts als Basis, Handy-Scans als Punktwolke für Anlagen ohne aktuelle CAD-Daten. Dabei wurde in einem Projekt systemübergreifend geplant: Eine Anlage, bei der es auf jeden Zentimeter ankam, wurde in SolidWorks konstruiert – die fertige STEP-Datei ließ sich anschließend direkt in Halocline importieren und nahtlos in die Hallenplanung einfügen.
Kolleg:innen einbinden
Büroplanungen inklusive Ausstattung, Maschinenumstellungen, enge Hallenbereiche – überall dort, wo ein 2D-Plan früher mehr Interpretation als Klarheit erzeugte, können heute alle Beteiligten die Situation besser nachvollziehen und mit VR direkt (be)greifbar machen.

Ausblick
Für Henrik liegt das nächste Potenzial in der Flächenauswertung nach Verwendungsart, das aktuell noch mühsam aus mehreren 2D-Layern zusammengesucht werden muss. Daneben beobachtet Winkhaus die Weiterentwicklung im Bereich Halocline-XR genau: die Möglichkeit, einen Planungsstand direkt vor Ort in der realen Halle anzuschauen, wäre eine wertvolle Option.
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